Autor Tema: Franz Petter o distriktu Imoski 1857.  (Posjeta: 1553 )

Offline glonga

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Franz Petter o distriktu Imoski 1857.
« : 14 Rujan 2008, 14:40:06 poslijepodne »

crosspost

Dalmatien in seinen verschiedenen Beziehungen
By Franz Petter
Published by Perthes, 1857
http://books.google.com/books?id=_dIJAAAAIAAJ&pg=PA103&dq



VII. Distrikt Imoski (Imoschi, slav. Imotski). Imoski ist ein Flecken mit 115 Häusern, davon aber nur 40 den eigentlichen Flecken bilden. Es liegt auf einem Berge im Angesicht einer fruchtbaren Thalebene von dem Flüsschen Verlicca durchschlängelt, über welches die Türken an zwei Punkten zwvei lange schmale niedrige Brücken gebaut haben. Die Verlicca entspringt am Fusse des Berges Podi in der Gegend, welche Pauk heisst. Sie durchfliesst die Thalebene von Imoski in einer Erstreckung von ungefahr 6 Miglien, läuft noch beiläufig 5 Miglien auf türkischem Gebiete fort, und verliert sich dann, von allen Seiten von Bergen eingeschlossen, in dem östlichen Theile der Gegend Imiavczi, wo sie ein grosses Wasserbecken bildet, der See Runovich genannt, durch unterirdische Abflüsse. Auf der andern Seite des Berges entspringt der Bach Tihaglina , welcher das Thal gleichen Namens durchfliesst, und sich unterhalb Gliubuski in die Trebisat ergiesst. Am Saume der Thalebene westlich vom Flecken Imoski ist der unter dem Artikel „Landseen" erwähnte See Prolosaz. In einer Bucht dieses Sees ist ein Felsen, auf welchem ein kleines Franziskanerkloster stand,Die Mönche aber wurden im Jahre 1609 vertrieben und wanderten nach Almissa, wo sie das dortige noch bestehende Kloster gründeten. Auf dem Felsen, auf welchem die Ruine steht, befindet sich ein Stein, worauf die Inschrift eingegraben ist: A. D. 1809 F. M. R. nekaje znade. Das erklärt man so: Anno Domini 1809 Frater Mich. Ruinovich ut notum sit. Der Tradition nach soll nämlich dieser Stein den Mönchen zur Orientirung gedient haben, um die Lokalität zu erkennen, in der sich eine Höhle befand, durch welche das Wasser abfloss und bei Makarska als Bach wieder zum Vorschein kam. Diese Höhle sollen die Mönche absichtlich verstopft haben, damit sich ein See um den Felsen bilde und sie vor den Ueberfällen der Türken schütze. Seitdem soll auch der Bach bei Makarska versiegt sein. Wenn der See und der Bach Verlicca stark anschwellen, so überschreiten sie die niedrigen nicht eingedämmten Ufer und ergiessen sich in die Ebene, wodurch selbe eine ungemeine Fruchtbarkeit erhält. Meines Erachtens müsste diese Ebene zum Anbau des Reises sehr geeignet sein. In der Gegend der Brücke soll man Spuren von römischen Gebänden gefunden haben. Die alte Stadt Imotha (auch Emotha) soll jedoch der Vermuthung nach in der Gegend gestanden haben, wo heut zu Tage das Dorf Runovich steht. Nach anderen Autoren soll die Stadt, die da gestanden hat, Rusnovum oder ad novas geheissen haben und davon der slavische Name Runovich herstammen. Zwischen diesem Dorfe und dem Dorfe Podbab sieht man noch deutliche Spuren der mit gewürfelten Steinen gepflasterten römischen Heerstrasse. Dort finden die Bauern auch von Zeit zu Zeit antike Münzen. Der Flecken Imoski soll erst unter der venezianischen Herrschaft entstanden sein. Nahe bei dem Flecken steht die Ruine einer kleinen wahrscheinlich von den Slaven erbauten Feste. Sie steht auf einer Anhöhe am Rande eines schauerlichen Abgrundes, welcher sie kreisförmig auf drei Seiten umgibt. Im Fort befindet sich eine gut erhaltene Cisterne zum Gebrauch für das dort stationirte Militärdetachement, weil die Einwohner im Sommer das Wasser aus der Verlicca holen müssen, welche fast l Miglie vom Flecken entfernt ist. Dieses Fort, dessen Bezwingung zur damaligen Zeit eine harte Aufgabe gewesen sein muss, wurde im Jahre 1717 vom Provveditor Mocenigo erobert. Da es auf Flintenschussweite von Anhöhen beherrscht wird, so wird es zu keinem fortifikatorischen Zwecke benützt und der Zerstörung der Zeit überlassen. Eine Viertelstunde Weges nordwestlich vom Flecken befindet sich ein anderer, jenem beim Fort ähnlicher Erdschlund, dessen Boden mit Wasser gefüllt ist. Die Einwohner nennen ihn den rothen See, von den röthlichen Felsenwänden, welche ihn oben trichterförmig umgeben. Einer meiner Bekannten (Herr Prof. Kner in Wien) stieg im Jahre 1841 ichtyologischer Zwecke wegen zu einer Jahreszeit, wo der Schlund nur wenige Fuss hoch Wasser am Boden hat, hinab. Es stossen nämlich die unterirdischen Wasser im Winter kleine Fischchen aus, welche die Einwohner Glavizze nennen, und welche, wie ich nachher hörte, der Ichtyolog Heckel für eine neue Species erkannte.
Die Einwohner von Imoski leben grösstentheils vom Handel. Die fruchtbare Ebene wird meistens mit Mais und Moorhirse bebaut. Sie ist von Ost nach West beiläufig 8 Miglien lang und am östlichen Ende 3, am westlichen 2, in der Mitte l Miglie breit. Im Flecken Imoski ist ein kleines Franziskanerkloster (Ospicio dei frati; unter Ospicio versteht man ein kleines Kloster ohne Quardian, nur von zwei oder drei Mönchen bewohnt).
Anderthalb Wegstunde von Imoski ist am Bache Topola , welcher die Grenzscheide bildet, der Grenzposten Cvetićiamost , wo sich die türkische Karawane versammelt und auf den Bazarplatz nach Imoski geführt wird. Er ist aber so unbedeutend, dass z. B. im Verwaltungsjahre 1844 der Umsatz an Waaren nicht mehr als 8072 fl. ausmachte (Einfuhr 4589 fl. — Ausfuhr 3483). Im Jahre 1842 machte dieselbe zusammen gar nur 954 fl. aus. Die Ursache scheint nach meiner Ver- muthung darin zu liegen, dass es Käufer und Verkäufer bequemer finden, die Sanitäts- und Mauthvorschriften zu umgehen, weil damit allerlei Formalitäten, Zeitverlust und Auslagen verbunden sind. Bedeutender ist der Bazar von Arxano, welches ein anderes kleines Grenzdorf westlich von Imoski ist. Ein schlechter Reitweg führt von Imoski dahin, und zwar durch die Ortschaften Prolosaz (3 Miglien) , Risnizze (4 Miglien), Studenze (4 Miglien), Klein-Vinizze (zum Unterschied von türkisch- Vinizze so benannt, 4 Miglien), von da nach Arxano (l Miglie), zusammen 16 landesübliche Miglien. Auf diesem Bazar betrug im Verwaltungsjahre 1843/44 die Einfuhr 52,582 fl., die Ausfuhr 3812 fl. — Der Hauptartikel ist Getreide. Das meiste kommt aus der Gegend von Banjaluka in Bosnien. Sehr nahe bei Arxano fallen die Grenzen von Bosnien und der Herzegovina zusammen.


Offline Zavelim

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Odg: Franz Petter o distriktu Imoski 1857.
« Odgovori #1 : 14 Rujan 2008, 22:52:37 poslijepodne »
Minimala, pomagaj.  :clap

Offline Slovak

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Odg: Franz Petter o distriktu Imoski 1857.
« Odgovori #2 : 14 Rujan 2008, 23:34:09 poslijepodne »
Možda glonga ima program za prijevod, ali neće da. Moga bi čovik slomit mozak na ovom forumu. :bobo
Dosta parola.

Offline belevarac

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Odg: Franz Petter o distriktu Imoski 1857.
« Odgovori #3 : 15 Rujan 2008, 00:24:57 prijepodne »

Anderthalb Wegstunde von Imoski ist am Bache Topola , welcher die Grenzscheide bildet, der Grenzposten Cvetićiamost , wo sich die türkische Karawane versammelt und auf den Bazarplatz nach Imoski geführt wird. Er ist aber so unbedeutend, dass z. B. im Verwaltungsjahre 1844 der Umsatz an Waaren nicht mehr als 8072 fl. ausmachte (Einfuhr 4589 fl. — Ausfuhr 3483). Im Jahre 1842 machte dieselbe zusammen gar nur 954 fl. aus. Die Ursache scheint nach meiner Ver- muthung darin zu liegen, dass es Käufer und Verkäufer bequemer finden, die Sanitäts- und Mauthvorschriften zu umgehen, weil damit allerlei Formalitäten, Zeitverlust und Auslagen verbunden sind.

[Sat i po oda od Imackog je potok Topola (zar nije Topala, prim. Belevarac), koji csini granicu, di je carina - Cveticha Most (oklen li je bijo toji Cvetich?, prim. Belevarac), a tu se skupljaju ambiri turski konja i magaradi, da bi ji vodili na pazar u Imacki. Ali toja carina ne vridi zecsijeg brabonjka, jer rechi tjemo kazat, u poriznoj godini 1844. prometa roba nije bilo djava viorina vishe od 8.072 (dotraj 4.589 viorina, otraj 3.483 viorina). A 1842. godine prometa je bilo samo 954 viorina. Koliko mene moja minja nanosi, to je poradi zbog toga, shto se mushterije nekako nadju, a da vlasti i ne pitaju, a da bi se kutarisali civikata i dacarina, jer se brte dzsabe gubi vrime i para.]

Zashto san ovo privejo? E brte zato, shto ne meren virovat da se to trevilo polovinon onog tamo stolitja, a ne devedesti godina ovog amo.
Znameniti grad na obali, Olisippo [Lisabon], csuven zbog svojih kobila koje zatrudne pomochu zapadnog vitra (Plinije Stariji)

Offline glonga

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Johann Gottfried Sommer 1834. o distriktu
« Odgovori #4 : 24 Lipanj 2009, 03:12:23 prijepodne »

Citat:
Imoski hat ein altes Kastell, das von den Spaniern erbaut worden seyn soll, als sie Alliirte der Venediger waren, und das einst für Diejenigen, welche es erobern wollten, eine harte Nuss gewesen seyn mag, aber jetzt eine Ruine ist.

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FÜnfter Distrikt. Imoschi (slav. Imoski), ein Flecken 30 Miglien von Macarsca und 26 von Almissa, anderthalb Stunden von der türkischen Gränze (Sßtittchiamost) entfernt, mit 115 Häusern, davon aber nur 30 den eigentlichen Flecken bilden. Die übrigen sind zerstreut. Der Flecken liegt auf einem Berge, im Angesicht eines schönen fruchtbaren Thales, welches das Flüsschen Verlicca in einer Länge von sieben Miglien durchströmt und im Winter zu einem Sumpf macht. Imoski hat ein altes Kastell, das von den Spaniern erbaut worden seyn soll, als sie Alliirte der Venediger waren, und das einst für Diejenigen, welche es erobern wollten, eine harte Nuss gewesen seyn mag, aber jetzt eine Ruine ist. Der Bazar von Imoski ist nicht sehr besucht. Lebhafter ist jener von Arxano, einem Gränzdorf, 9 Stunden Weges nördlich von Imoski.
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Title: Taschenbuch zur verbreitung geographischer kenntnisse: Eine übersicht des neuesten und wissenswürdigsten im gebiete der gesammten länder- und völkerkunde
Editor   Johann Gottfried Sommer
Publisher   J. G. Calve., 1834
http://books.google.com/books?pg=PA158&&id=UdCAYKnOiwEC&as_brr=1

Offline andjeo gabriel

  • Ne može bez foruma i obrnuto...
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Odg: Franz Petter o distriktu Imoski 1857.
« Odgovori #5 : 24 Lipanj 2009, 09:08:25 prijepodne »
A vrimenati, što ste sad prišli na grčki?! ::)